Dieses Ereignis war der Beginn meiner Recherchen nach vergessenen Absturzstellen des Zweiten Weltkrieges in der Region Ostwestfalen-Lippe. Weiterlesen →
Frotheim
Der englische Bomber wurde bereits auf dem Hinflug zum Angriffsziel von einem Nachtjäger angegriffen. Die Lancaster explodierte kurze Zeit später mit der vollen Bombenlast in der Luft und stürzte um 21:35 Uhr im Ortsteil Frotheim der Stadt Espelkamp im Kreis Minden-Lübbecke im Bereich „Auf der Horst“ nieder. Der Heckschütze Sgt Hinde wurde bereits beim Angriff des deutschen Nachtjägers in der Maschine getötet. Weiterlesen →
32339 Espelkamp, Deutschland
Uffeln
Der amerikanische Bomber flog, von einem deutschen Jagdflugzeug schwer getroffen, gegen 12:45 Uhr aus Richtung der Stadt Bad Oeynhausen kommend in den Ortsteil Uffeln der Stadt Vlotho im Kreis Herford ein. Augenzeugen berichten, dass die Maschine schon stark trudelnd und in niedriger Höhe angeflogen kam. Weiterlesen →
Kükenbruch
Der amerikanische Bomber wurden von Jagdflugzeugen durch Bordwaffenbeschuß schwer beschädigt und stürzte um 14:00 Uhr beim „Gut Rohbraken“, einen Kilometer östlich des Ortsteiles Kükenbruch der Gemeinde Extertal im Kreis Lippe, auf einem gefrorenen Acker nieder. Weiterlesen →
Jagdflieger am lippischen Himmel
Jagdflieger am lippischen Himmel – Uwe Klitsch untersucht Flugzeugabstürze im Kreis Lippe. Eine andere Art der Erinnerungskultur betreibt Uwe Klitsch aus Kirchlengern. Auf seiner Internetseite www.spurensuche-owl.de dokumentiert er Absturzstellen von Kriegsflugzeugen in OWL. „Ich war 2007 beruflich mit der Bergung eines deutschen Kriegsflugzeugs beschäftigt“, erinnert sich der 57-jährige Ingenieur. Das Thema ließ ihn nicht mehr los. Er begann, unbekannte und vergessene Absturzstellen deutscher und alliierter Kriegsflugzeuge zu ermitteln.
„Inzwischen habe ich fast 100 Absturzstellen mehr als 70 Jahre nach Kriegsende in OWL ermittelt“, sagt Klitsch. Darunter auch einige in Lippe. Dazu gehört auch der Absturz des amerikanischen Piloten Lieutenant Wah Kau Kong am 22. Februar 1944, der mit seinem Jagdflugzeug östlich des Ortsteiles Kamerun bei Schieder-Schwalenberg abstürzte. Lieutenant Kong war der erste amerikanische Jagdflieger chinesischer Abstammung. „Über ihn wurde während des Krieges im amerikanischen ‚LIFE-Magazine‘ berichtet“, so Klitsch. Er flog mit seiner Maschine 16 Einsätze, bevor er von einem deutschen Jagdflieger abgeschossen wurde.
Am 5. August 1944 stürzte ein amerikanischer B-24 Bomber im Ortsteil Hohenhausen der Gemeinde Kalletal ab. Fünf der acht überlebenden Amerikanerwurden auf Befehl des NSDAP Ortsgruppenleiters noch am selbenTag erschossen. Ihre Leichen wurden in einem Massengrab beerdigt. „Die Täter wurden nach dem Krieg durch ein Kriegsgericht zum Tode verurteilt“, sagt Klitsch. (ero)
Quelle
Lippische Landes-Zeitung Nr. 182, Freitag, 08. August 2014



