Feb 21 1945 Häver

Abgestürzt in Häver

Luftangriff der 640. Bomb Squadron auf die Stadt Münstereifel am 25.12.1944

Am 21. Februar 1945 führte die mit leichten Bombern ausgerüstete 640. Bomb Squadron der 409. Bomb Group der USAAF mit insgesamt sechs Maschinen vom Typ Douglas A 26 „Invader“ einen Luftangriff auf die Stadt Lage im Kreis Lippe durch. Auf dem Rückflug wurde die Maschine von 2nd Lt Gene B. Murphy um 16:15 Uhr durch einen Flakvolltreffer unterhalb der Pilotenkanzel schwer getroffen. Die Explosion der Granate riß ein großes Loch in den Rumpf sowie in die Cockpitverglasung. Der Bomber verließ die Formation, stürzte in die Tiefe und schlug auf einer Ackerfläche nördlich des „Bultweges“ im Ortsteil Häver der Gemeinde Kirchlengern im Kreis Herford auf. Die Besatzung konnte das Flugzeug nicht mehr rechtzeitig verlassen.

Die drei gefallenen Flieger wurden auf dem Friedhof Häver erstbestattet und nach dem Krieg auf den Soldatenfriedhof der Stadt St. Louis in Missouri/USA überführt. Startpunkt des Einsatzes war der Flugplatz Laon/Couvron in Frankreich.

Abgestürzt in Häver

Sgt Clifford G. Baker, vordere Reihe in der Mitte

Anmerkungen
Der Abschuß der Maschine ging auf das Konto einer schweren Flakbatterie, die zum damaligen Zeitpunkt auf einer Ackerfläche des Grundstückes „Oberstuke“, nordöstlich des Weges „Backsiek“, in Häver stationiert war. In den 1970ziger Jahren wurden die Reste des leichten Bombers vom Kampfmittelräumdienst aus Detmold geborgen.

Das Bildmaterial sowie weitere Informationen zu diesem Absturz wurden mir freundlicherweise von Herrn John Baker aus Winamac/Indiana in den USA zur Verfügung gestellt. Herr Baker ist der Neffe von Sgt Clifford Baker, eines der Besatzungsmitglieder, die bei dem Abschuß des Bombers ums Leben kamen. Herr Baker und seine Familie hatten bis zum heutigen Tag keine Informationen über die Absturzstelle der Maschine seines Onkels und den Verbleib der sterblichen Überreste bis zur Umbettung nach Ende des Krieges in die USA.

Vielen Dank auch an Herrn Friedhelm Bockhorst aus Kirchlengern, der damals als Jugendlicher Augenzeuge des Abschusses des amerikanischen Bombers war und mir bei der Rekonstruktion der Ereignisse behilflich war. Er fand damals am Absturzort der Maschine zwischen den Trümmern die unversehrte Pistolentasche mit dem Namenszug von Sgt Thomas P. Harrison.

Flugzeugdaten
Typ: Douglas A-26B-15DT „Invader
Seriennummer: 43-22364
Kennzeichen: W5 + ?
Einheit: 409 . BG(L) / 640. BS(L) USAAF               Nationalität:   Amerikansiche Flagge   Amerikanisch

Besatzung
Pilot – 2nd Lt Gene B. Murphy (gefallen)
Bordingenieur – Sgt Thomas P. Harrison (gefallen)
Bordschütze – Sgt Clifford G. Baker (gefallen)

Quellen
MACR 12592
KU 3734 und J-3076A
Bergungsbericht Kampfmittelräumdienst Detmold
Zeitzeugenbericht Friedhelm Bockhorst Kirchlengern
Vor-Ort-Recherche
Fotos John Baker aus Winamac/Indiana USA

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Ein Kommentar

  1. Nach längerer Recherche ist es mir endlich gelungen, eine historische Luftbildaufnahme eines amerikanischen Aufklärers vom März 1945 zu ermitteln. Deutlich sind süd-östlich die beiden deutschen Flakstellungen zu erkennen, sowie nord-westlich davon der Aufschlagkrater des am 21.02.1945 abgeschossenen amerikanischen Douglas A-26 „Invader“ Bombers.

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