Oct 03 1944 Borgholzhausen

Abgestürzt in Borgholzhausen

„Mistel 1“ Gespann mit Ju 88 + Bf 109

Am 03. Oktober 1944 starteten fünf „Mistel“ Jagdbomber des KG 66 um 17:25 Uhr vom Fliegerhorst Burg bei Magdeburg mit dem Auftrag, Brücken im Raum Nimwegen anzugreifen und zu zerstören. Die Führung des Verbandes hatte Leutnant Balduin Pauli, 7./KG 66, mit einer Bf 109 übernommen.

Aufgrund regnerischen Wetters und schlechter Sicht gingen drei „Misteln“ im Gebiet des Teutoburger Waldes gegen 18:05 Uhr verloren. Eine davon, die Maschine von Uffz Paul Baranski, stürzte 2 km nordwestlich der Stadt Borgholzhausen nieder. Der Flugzeugführer ums Leben kam. Lt Paul Baranski wurde daher auf dem Kriegsgräberteil des Friedhofs der Stadt Borgholzhausen beigesetzt.

Anmerkungen
Die Maschine des Staffelführeres Oblt Karl-Horst Polster, Werknummer 7.060, stürzte in der Stadt Dissen/Niedersachsen, 6 km nordwestlich von Borgholzhausen nieder. Oblt Karl-Horst Polster wurde auf dem Kriegsgräberteil des Friedhofs der Stadt Bramsche endbestattet.

Die Absturzstelle der Maschine von Uffz Friedrich Scheffler, Werknummer 5.461, liegt im Ortsteil Aschen der Stadt Dissen/Niedersachsen, 2 km südlich des „Hankenülls“, eines 307 m hohen Berges im Teutoburger Wald. Friedrich Scheffler wurde ebenfalls am 11.10.1944 um 10:00 Uhr auf dem ev. Ehrenfriedhof der Stadt Bramsche in Reihe 3, Grab 6 bestattet.

Die beiden restlichen Maschinen erreichten zwar die Brücken über den Fluß Waal, konnten jedoch keinen Angriff durchführen. Die Bombenträger wurden irgendwo zwischen den Fronten abgeworfen. Eine der beiden Maschinen, die Bf 109F-4 von Fw Franz Heckmann wurde auf dem Rückflug von einem alliierten Jäger abgeschossen. Die letzte verbliebene Maschine gehörte Oberleutnant Lux, der später über die Ereignisse berichten konnte.

Flugzeugdaten
Typ: Ju 88 A4 + Bf 109 F-4 „Mistel 1
Werknummer: 12.796
Kennzeichen: KC + SQ
Einheit: III./8./KG 66 Luftwaffe               Nationalität:   Deutsche Flagge   Deutsches Reich

Besatzung
Flugzeugführer Uffz Paul Baranski (gefallen)

Quellen
Arno Rose „Mistel“, Stuttgart 1981
Nachweis über den Sterbefall des Wehrmachtsangehörigen Friedrich Scheffler
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4 Kommentare

  1. Von Polster und Scheffler habe ich Fotos der Gräber in Bramsche gemacht und konnte dank dieses Artikels hier den Gräbern nun die Geschichte zuordnen. Dies versuche ich bei allen Gräbern auf diesem Friedhof, wo einige ME-262 und Arado 234-Piloten begraben sind. Darüber hinaus auch etliche Jagdflieger und Bodenpersonal der Flugplätze im Raum Bramsche.

  2. Ik kan u melden dat een van de twee mistels is neergestort achter mijn woning die zeer zwaar beschadigd raakte De locatie is het buitengebied van Deursen bij Ravenstei Noord Brabant.
    Recentelijk is hiervan een item gemaakt door de plaatselijke tv zender omroep Walraven omdat binnen een straal van 500 meter 5 vliegtuigen zijn neergestort.
    met groeten Hans Markx

    1. Vielen Dank für die interessante Information Herr Markx. Hier die deutsche Übersetzung der Nachricht:

      Ich kann berichten, dass einer der beiden Misteln hinter meinem Haus, das sehr stark beschädigt wurde, am Stadtrand von Deursen Ravenstei Noord Brabant abgestürzt ist. Kürzlich wurde ein Artikel von dem lokalen TV-Sender Walraven gemacht, weil in einem Umkreis von 500 m fünf Flugzeuge abgestürzt sind. Mit Grüßen Hans Markx

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